Energie für die Zukunft im Vest E.ON-Kraftwerksprojekt Datteln 4 ist wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region

Energieerzeugung hat in Datteln Tradition: Seit 1964 lieferten Steinkohlekraftwerke in Datteln Strom für die Bahn und Fernwärme für das Stadtgebiet. Sie waren damit 50 Jahre lang ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Energieerzeugung hat in Datteln auch Zukunft: Das neue E.ON-Kraftwerk Datteln 4 soll insbesondere im Ruhrgebiet die Leistung alter Anlagen ersetzen und als Teil des europaweiten Versorgungsnetzes dazu beitragen, dass Energie immer dann verfügbar ist, wenn sie benötigt wird – erheblich effizienter, kostengünstiger und umweltfreundlicher als bisher und im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien. Bedeutender Wirtschaftsfaktor: Während der Bauphase ergibt sich ein Beschäftigungseffekt von rund 6.300 Personen, davon über 5.300 in Deutschland. Etwa 70 Firmen aus Datteln und Umgebung sind in dieser Zeit mit einem Gesamtvolumen von ca. 50 Millionen Euro beteiligt. Ist das Kraftwerk in Betrieb, sichert es Arbeitsplätze für rund 500 Personen – 200 in Kraftwerk und Service und 300 bei Zulieferern und anderen Partnern. Während auf der Baustelle durch einen Teilbaustopp nach juristischen Auseinandersetzungen die Arbeiten derzeit weitgehend ruhen, hat das Projekt im erneuten Genehmigungsprozess eine wichtige Hürde genommen: Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) hat im Dezember 2013 die Regionalplanänderung für den Kraftwerksstandort Datteln beschlossen. Dieser Beschluss ist eine bedeutende Voraussetzung zur Wiederherstellung der planungsrechtlichen Grundlagen für das Kraftwerk Datteln 4, jedoch ist das Genehmigungsverfahren für den Bau und den Betrieb des Kraftwerks Datteln 4 damit noch nicht abgeschlossen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Stadt Datteln den Flächennutzungsplan ändert und einen Bebauungsplan aufstellt, um verbindliches Baurecht zu schaffen. Die Entscheidung dazu wird in der ersten Jahreshälfte erwartet. Abschließend kann die Bezirksregierung in Münster als Immissionsschutzbehörde die Betriebsgenehmigung erteilen.

Partner der Erneuerbaren: Im neuen Kraftwerk Datteln 4 wird für die Stromerzeugung deutlich weniger Kohle eingesetzt, als es bei älteren Kraftwerken notwendig ist – konkret rund 20 Prozent weniger. Dadurch werden jährlich über eine Million Tonnen CO2 eingespart. Außerdem können durch die gleichzeitige Auskopplung von Fernwärme sogar bis zu 60 Prozent der Brennstoffenergie genutzt werden. Das neue Kraftwerk wird über eine mehrstufige Rauchgasreinigung verfügen, die die entstehenden Rauchgase entstickt, entstaubt und entschwefelt –und zwar stärker als gesetzlich vorgeschrieben. Und dass die Emissions-grenzwerte eingehalten werden, überprüft das Landesumweltamt rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. „Wir sind zuversichtlich“, so Projektleiter Dr. Andreas Willeke, „dass Datteln 4 auch in Zeiten der Energiewende eine wichtige Rolle für die Energieversorgung spielen wird, auch, weil es besonders gut dazu beitragen kann, die naturbedingten Schwankungen bei den Erneuerbaren auszugleichen.“ Bei Datteln 4 wurde von Anfang an darauf geachtet, dass es sowohl für Volllast als auch für schnelle Laständerungen geeignet ist. Über einen weiten Lastbereich kann die Leistung um mehr als 50 Megawatt pro Minute geändert werden. Das ist mehr als beiden meisten gasbefeuerten GuD-Kraftwerken. Außerdem ist ein stationärer Betrieb bis hin ab zu 25 Prozent der Nennleistung möglich und die Anlage ermöglicht problemlos tägliches An- und Abfahren. Strom für die Bahn und Energie für die Region: Ein Fünftel des Stroms, den die Deutsche Bahn für den Betrieb ihrer Züge benötigt, kommt bislang aus Datteln. Und in Zukunft werden es sogar 25 Prozent sein. Denn in Datteln entstand im Zuge des Neubaus die weltweitgrößte Bahnstromumrichteranlage, die bis zu 413 MW Bahnstrom bereitstellen kann. Dazu wird der mit 50 Hertz erzeugte Strom in die von der Bahn benötigten 16,7 Hertz umgewandelt und in das 110 kV Hochspannungsnetz der DB Energie eingespeist. Neben dem Bahnstrom kann das Kraftwerk Datteln 4 insgesamt 642 Megawatt Strom für das öffentliche Netz der Region bereitstellen. Fernwärme für Datteln und das Ruhrgebiet: Das neue Kraftwerk Datteln 4 wird durch Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie auch rund 1.000 GWh umweltfreundliche Fernwärme für Stadt und Region erzeugen. Durch diese Technologie werden die Brennstoffausnutzung des Kraftwerks auf bis zu 60 Prozent erhöht und die Emissionen gesenkt. Datteln 4 wird so den größten Anteil der Netzeinspeisung von E.ON im Ruhrgebiet leisten. Es kann rechnerisch rund 100.000 Wohneinheiten mit Wärme versorgen. Insgesamt wird Datteln 4 rund 50 Prozent des Raumwärmebedarfs der Stadt Datteln bereitstellen und die Versorgung für Recklinghausen, Herne und Bochum übernehmen. Zusätzlich ist das Kraftwerk in der Lage, Fernwärme für Castrop-Rauxel und Dortmund-Bodelschwingh zu liefern. Damit wird Datteln 4 zu den zehn größten Heizkraftwerken in Deutschland gehören. Das Interesse an dem Projekt ist anhaltend hoch: Seit Eröffnung des Treffpunkts Energie Datteln nutzten rund 50.000 Besucher die Möglichkeit, sich über das neue Kraftwerk zu informieren oder an Bustouren über die Baustelle teilzunehmen.

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (02363) 977 2799 oder per E-Mail: treffpunkt-datteln@eon.com