Energiewirtschaft

RWE schreibt weitere Mrd. € auf Kraftwerke ab Die Folgen der Energiewende zwingen den Essener Energiekonzern RWE erneut zu Abschreibungen auf seine Kohle- und Gaskraftwerke in Europa.

Am Dienstag (28. Jan.) kündigte RWE Wertberichti-gungen in Höhe von 3,3 Mrd. € an, 2,9 Mrd. € entfallen dabei auf die konventionelle Stromerzeugung. Eine schwache Nachfrage und der immer größere Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung schwächten die Ertragslage nachhaltig. Erst im Herbst 2013 hatte es Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. € gegeben, auch hier war der Kraftwerkspark betroffen. Ursache für die erneute Abschreibung sind die Preise an der Strombörse, die nach Branchenangaben bei unter 40 €/MWh lägen. Für den lohnenden Betrieb eines Gaskraftwerks wird ein Preis von 55 €/MWh genannt. RWE geht jedoch davon aus, dass „das Preisniveau an den Großhandelsmärkten in Europa langfristig niedrig bleiben wird“. Analysten erwarten jetzt einen Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr. Das wäre der erste Nettoverlust des Unternehmens überhaupt. RWE gab dazu keinen Kommentar.