Kurzer Winter senkt Energieverbrauch

Der Energieverbrauch hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gegenläufig zur Gesamtwirtschaft entwickelt. Während das Wirtschaftswachstum bis Ende März mit einem Plus von über 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abschloss, lag der Energieverbrauch für denselben Zeitraum im Minus.

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erreichte der Verbrauch an Primärenergieträgern bis Ende März 3 737 PJ oder 127,4 Mio. t SKE. Massiv beeinflusst wurde der Energieverbrauch durch den kurzen Winter und die frühzeitig einsetzende milde Witterung.

Der Mineralölverbrauch verminderte sich insgesamt um 1,6 %. Allerdings kam es bei den einzelnen Produkten zu unterschiedlichen Entwicklungen. Der Verbrauch an Ottokraftstoff erhöhte sich um 1,4 % und der von Diesel sogar um 6,3 %. Demgegenüber gab es beim Flugkraftstoff ein Minus von 1,3 %. Der Verbrauch an schwerem Heizöl wuchs um gut 10 %. Beim leichten Heizöl gab es dagegen ein Minus von knapp 21 %. Konjunkturell bedingt stieg der Verbrauch an Rohbenzin kräftig um über 10 %.

Der Verbrauch von Steinkohlen sank um gut 9 %. Der Einsatz in Kraftwerken verminderte sich um 11,4 % und der Bedarf der Stahlindustrie ging um knapp 5 % zurück. Der Verbrauch an Braunkohlen konnte leicht um 1,4 % zulegen. Zuwächse gab es sowohl in der Stromerzeugung wie auch bei den Veredelungsprodukten. Die Kernenergie konnte ihren Beitrag zur Energiebilanz in den ersten drei Monaten um 2,9 % steigern.

Der Einsatz erneuerbarer Energien erhöhte sich um 7 %. Während die Windkraft um rund 6 % zulegte, stieg der Beitrag des Wassers (ohne Pumpspeicher) kräftig um rund 20 %. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag nahezu verdoppeln.

Weitere Info: http://www.ag-energiebilanzen.de