Mehr Atomstrom aus dem Ausland

In Folge der abrupten Abschaltung von acht deutschen Kernkraftwerken im März sind die Stromeinfuhren aus Frankreich und Tschechien stark angestiegen. Das geht aus neuen Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

Danach flossen zwischen Januar und Juni aus Frankreich 10,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom und damit 51 Prozent mehr elektrische Energie als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Die Einfuhren aus Tschechien sind geradezu explodiert: Mit 5,6 Milliarden kWh lagen sie um 673 Prozent oder fast siebenmal höher als 2010. In beiden Fällen handelt es sich in erster Linie um Atomstrom und – in deutlich geringerem Maße – um aus Kohle erzeugten Strom.

Drittgrößter Exporteur war Österreich mit drei Milliarden Kilowattstunden. Hier wurde aber vor allem Energie aus Wasserkraft geliefert. Zudem ist der Saldo in diesem Fall positiv, denn Deutschland führte fast acht Milliarden kWh selbst produzierte Energie in die Alpenrepublik aus.